Execution of special geotechnical work - Grouting
Dieses Dokument ist anzuwenden für die Ausführung, Prüfung und Überwachung von geotechnischen Injektionsarbeiten.Die Injektion mit geotechnischer Zielsetzung (geotechnische Injektion) ist ein Vorgang, bei dem die Ein-bringung eines pumpbaren Materials in den Baugrund indirekt kontrolliert wird, indem die rheologischen Kennwerte des Materials entsprechend angepasst und die Einbringparameter (Druck, Volumen und Durch-flussrate) gesteuert werden.Dieses Dokument behandelt die folgenden Grundsätze und Verfahren für geotechnische Injektionen:- Injektion mit Baugrundverdrängung (Verdichtungs- und Kompensationsinjektion) - Injektion ohne Baugrundverdrängung (Poreninjektion, Kluft / Kontaktinjektion, Hohlraumverfüllung).Bild 1 veranschaulicht die verschiedenen Injektionsverfahren, die mit diesen beiden Prinzipien verbunden sind.ANMERKUNG Der Begriff Verfestigungsinjektion wird manchmal verwendet, um eine Verbesserung der Festigkeit oder Verformungseigenschaften eines Locker- oder Festgesteins zu betonen, die darauf abzielt, unzulässige Verformung zu vermeiden. Der Begriff Kompensationsinjektion wird verwendet, wenn während der Injektion ein Baugrundverlust zu kompensieren ist.Die Hauptziele der geotechnischen Injektion sind:- die Änderung der hydraulischen/ hydrogeologischen Eigenschaften des Baugrunds - die Änderung der mechanischen Eigenschaften des Baugrunds - das Verfüllen von natürlichen Hohlräumen, Grubenbauten, Hohlräumen im Untergrund im Übergang zu angrenzenden Bauwerken - induzierende Verdrängung zum Ausgleich von fehlendem Baugrund oder zum Stabilisieren und Anheben von Fundamenten, Platten und Oberflächenbefestigungen.Spezielle Injektionsarbeiten, die im Allgemeinen mit Bau- und/ oder Arbeiten nach Katastrophenfällen verbunden sind, werden in diesem Dokument nicht behandelt.Dieses Dokument ist nicht anzuwenden für die Ausführung, Prüfung und Überwachung mittels Düsenstrahl¬verfahren. Dies wird in EN 12716 behandelt.
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