Prüfverfahren für thermische Eigenschaften und Verwitterungsbeständigkeit von Gesteinskörnungen - Teil 4: Bestimmung der Trockenschwindung
Diese Norm beschreibt das Bezugsverfahren für die Erstprüfung und in Streitfällen für die Bestimmung desEinflusses von Gesteinskörnungen auf die Trockenschwindung von Beton. Für andere Zwecke, insbesonderefür die werkseigene Produktionskontrolle, dürfen andere Verfahren verwendet werden, falls ein ausreichenderZusammenhang mit dem Bezugsverfahren nachgewiesen wurde.Die vorliegende Norm beruht auf der Prüfung von Beton mit festem Mischungsverhältnis undGesteinskörnungen von höchstens 20 mm Korngröße.ANMERKUNG 1 Hinweise zur Verwendung von Überkorngrößen werden im Anhang A gegeben. Präzisionsdaten fürAbweichungen der Korngröße und für Änderungen des Wassergehaltes im Prüfbeton stehen nicht zur Verfügung.ANMERKUNG 2 In den Fällen, wo die Bestimmung der Trockenschwindung nur für eine Sorte einer grobenGesteinskörnung oder nur einer Sorte einer feinen Gesteinskörnung (Sand) erforderlich ist, sollte der andere zuverwendende Bestandteil eine feine oder grobe Gesteinskörnung bekannter geringer Trockenschwindung sein.ANMERKUNG 3 Gesteinskörnungen mit hohem Wasserbedarf und/ oder Porosität können in einem Beton mit einemfesten Wassergehalt zu einer Mischung mit einer unzureichenden Verarbeitbarkeit bezüglich einer vollständigenVerdichtung der Probekörper führen. Dies geschieht wahrscheinlich bei Gesteinskörnungen mit einemzusammengesetzten Wasserabsorptionswert von über 3,5 % oder ofentrockenen Teilchendichten geringer als 2,45 Mg/ m3(z. B. bei rezyklierten Gesteinskörnungen). In diesen Fällen darf eine Abänderung des Verfahrens (ohne Präzisionsdaten)durch eine der folgenden Änderungen an der Betonmischung erfolgen:a) Verwendung der Gesteinskörnung in gesättigtem und oberflächentrockenem Zustand b) Verwendung eines Betonverflüssigers.Im Prüfbericht sollte eine Anmerkung mit den Einzelheiten jeder Änderung an der Mischung enthalten sein.
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