Materials and articles in contact with foodstuffs - Plastics - Part 15: Alternative test methods to migration into fatty food simulants by rapid extraction into iso-octane and/or 95 % ethanol
Diese Europäische Norm legt zwei alternative Prüfverfahren für die Bewertung der Gesamtmigration in fettige Prüflebensmittel im Sinne einer Extraktionsprüfung mit größerer Prüfschärfe fest.Verfahren A beruht auf der Bestimmung der Extraktion von migrierfähigen Substanzen aus Kunststoffen, die für den Kontakt mit Lebensmitteln bestimmt sind, durch völliges Eintauchen in unpolares (Iso-Octan) und/ oder polares (Ethanol) Lösemittel in Abhängigkeit von der Polarität der Verpackung. Nach den mit diesem Verfahren erhaltenen Ergebnissen (siehe [1], [2], [3], [4], [5]) und unter Berücksichtigung physikalisch-chemischer Überlegungen, hat sich die erhaltene Extraktionseffiziens im Allgemeinen als gleichwertig oder höher herausgestellt als die Ergebnisse der Gesamtmigration unter folgenden Prüfbedingungen: für eine Zeitdauer von 10 Tagen bei einer Temperatur von 40 °C, von 2 h bei 70 °C, von 1 h bei 100 °C, von 30 min bei 121 °C und von 30 min bei 130 °C.Um eine möglichst vollständige Extraktion sicherzustellen, ist eine starke Wechselwirkung (z. B. Aufquellen) der Probe mit dem Lösemittel erforderlich. Zu diesem Zweck wird Iso-Octan als Lösemittel für Werkstoffe und Gegenstände aus Kunststoff mit einer unpolaren, mit Lebensmitteln in Kontakt kommenden Schicht, wie z. B. Polyolefine, verwendet. Für Prüfproben aus polaren Kunststoffen, die in Kontakt mit dem Lebensmittel kommen, wie z. B. Polyamid und Polyethylenterephtalat, wird eine 95%-ige wässrige Ethanollösung verwendet. Bei Polystyrolen, weichem Polyvinylchlorid und anderen Polymeren, bei denen die Polarität des Polymers nicht eindeutig festgestellt ist, sollten zwei parallele Extraktionsprüfungen unter Verwendung beider vorgeschlagener Lösemittel durchgeführt werden, wobei der höhere erhaltene Wert als zutreffendes Ergebnis genommen wird.
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